Die AlienArgus-Filmkritik: Gran Torino
06.09.2009: Clint Eastwoods Meisterwerk enthält mehr Wahrheit als
unseren Politikern lieb ist.
Zunächst die Story: der verbitterte Kriegsveteran Kowalski kann seine Nachbarn - vom asiatischen Bergstamm der Hmong - nicht ab, entwickelt sich aber zum Förderer des Nachbarjungen und der Nachbartochter. Als Hmong-Gangmitglieder seine Schützlinge angreifen, ist er gezwungen das Problem nachhaltig zu lösen. Diesmal nicht durch blutige Vergeltung, sondern indem er sein sich dem Ende nähernden Leben opfert, um die Hmong-Gang in den Knast wandern zu lassen.
Die Kinokritik von Cinema sieht eine "Banalität des Konflikt" und meint, dass der Film "niemanden mitfühlen lässt". Nur wenn man banal mit alltäglich übersetzt, dann mag an der Kritik was dran sein. Jedenfalls landt der Film einen echten Treffer: der Staat schützt seine Bürger längst nicht mehr. Die rechtsfreien Räume weiten sich aus. Bürgerliche werden zurückgedrängt. Es sei denn, sie nehmen die Problemlösung selbst in die Hand. Eben wie dieser Kowalski. Nur bei dem sich selbst opfern, um die Polizei zu Handeln zu zwingen, und um selbst gewaltfrei zu bleiben, da verläßt der Film ein wenig die Realität.
06.09.2009 / Ansgar v. Troton
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